Der Bioanbau

Der Ökologische Landbau betreibt den naturgerechten Anbau von Pflanzen und eine artgerechte Tierhaltung. Die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft stehen dabei im Vordergrund.

Die Kreislaufwirtschaft

Die Idee: Was auf dem Hof gebraucht wird, soll auch auf dem Hof produziert werden. Die Futtermittel für die Tiere werden selbst angebaut, gedüngt wird mit eigenen Stallmist. Und falls doch zugekauft werden muss, dürfen die Mitgliedsbetriebe der Anbauverbände Demeter, Naturland und Bioland nur Futter von anderen Öko-Betrieben verwenden.

Durch den Verzicht auf Pestizide, synthetische Düngemittel und ausgeprägte Monokulturen sowie durch die Pflanzung von Hecken und Feldgehölzen findet man auf ökologisch bewirtschafteten Flächen bis zu fünfmal so viele Sorten an Ackerwildkräutern und Insekten wie auf konventionell bewirtschafteten Flächen. Auch die Kulturfolger Feldhase, Kiebitz oder Feldlerche profitieren von vielfältigen Kulturlandschaften. Der ökologische Landbau ist damit auch Arten-, Umwelt- und Naturschutz!

Auch in der Tierhaltung gibt es deutliche Unterschiede: In der ökologischen Landwirtschaft haben die Tiere im Stall mindestens doppelt, oft sogar nochmehr, so viel Platz wie in der konventionellen Landwirtschaft.
Der prophylaktische Einsatz von Antibiotika und lange Transporte vor der Schlachtung sind tabu! Ein ganz anderes Bild zeigt sich auf der anderen Seite: Im konventionellen Lebensmittelhandel herrscht Preiskrieg.

Billiganbieter buhlen mit immer billigeren Lebensmitteln um ihre Kunden. Diese müssen aber noch billiger erzeugt werden. Darunter leidet nicht nur die Qualität der Lebensmittel, sondern auch die Artenvielfalt wird durch Düngung, Monokulturen und den ausschließlichen Einsatz von Hochleistungssorten gefährdet.